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Folge 5 (Schluss)

Kimi im Spatzen- und Bärenland
 
Tierische Begegnungen und tolle Ausblicke vom höchsten Kirchtum der Welt
 

Eigentlich ist Ulm ja die Stadt der Spatzen. Die kleinen, die überall herumfliegen, kann man füttern. Auf die Riesenviecher der Spatzen-Invasion setze ich mich gerne, denn sie sind bunt bemalte Skulpturen in Straßen, in der Blau, auf Vordächern, vor Geschäften.

 

Aber für mich ist Ulm auch die Stadt der Bären. Früher, als ich noch in Ulm wohnte, gab’s einen Bärenzwinger in der Friedrichsau. Dort lebte ein Bären-Ehepaar mit seinen Kindern Petzi, Pelle und Pingo. Jetzt gibt es bloß noch zwei Bären im Tierpark.

 

Der große Bär erzählte mir im letzten Sommer, dass er ein bisschen traurig ist. Als er mich am Zaun erspähte, trottete er durch das ganze Gehege und setzte sich vor mich hin und klagte mir sein Leid.

 

„Ich will mit dem anderen Bär spielen, aber sie lassen mich nicht zu ihm“, sagte er und wischte sich eine Träne aus dem Gesicht. „Mir ist so langweilig. Naja, immerhin ist das Essen nicht schlecht...“ Ich versprach dem großen Bär, bei meinem nächsten Besuch wieder vorbeizuschauen und alle Kinder, die ich kenne, zu ihm zu schicken, damit er sich nicht so einsam fühlt.

 

In Ulm gibt’s in die Bärengasse sogar eine Bärenapotheke. Davor steht ein riesenhafter Braunbär im weißen Apothekerkittel. Ich bin eigentlich ein fitter und gesunder Bär. Ich habe bloß manchmal Bauchschmerzen, weil ich immer einen Bärenhunger habe und zu viele Süßigkeiten esse. In Deutschland gibt’s die besten Gummibärchen der Welt.

 

Damit ich davon nicht zu dick werde, klettere ich auf Bäume und in Burgruinen wie dem Helfenstein in Geislingen herum – und in Ulm natürlich aufs Münster. Das hat den höchsten Kirchturm der Welt. Er ist 161,5 Meter hoch.

 

768 Stufen bis zur Aussichtsplattform

 

Bis zur obersten Aussichtsplattform muss man 768 Stufen steigen. Von dort oben sieht Ulm so winzig aus wie Legoland, und ich habe bis zu den Alpen gesehen. Nach der Klettertour war ich so hungrig, dass ich erst einmal etwas essen musste.

 

Danach bin ich nach Giengen an der Brenz ins Steiff-Museum gefahren. Dort gibt’s sogar uralte Teddybären mit Knopf im Ohr, die haben mir vielleicht interessante Geschichten erzählt! Ich verreise allerdings lieber, als im Museum zu sitzen. Als ich mal am Bodensee war, habe ich im Teddybärenhotel in Kressbronn übernachtet.

 

Auf meiner Bärensuche war ich auch im Märchengarten im Blühenden Barock und auf der Bärenwiese in Ludwigsburg, und natürlich in der Bärenhöhle bei Erpfingen.

 

Tropfsteine und Skelette

 

Die Tropfsteine dort sind wirklich sagenhaft, aber Bären habe ich nicht getroffen. Es gab nur ein paar Knochen und ein Skelett zu sehen. Das waren noch aus der Zeit, als Bären und Nashörner im Schwabenland durch die Wälder stromerten. Jetzt gibt’s nur noch eingezäunte Bären.

 

Ich bin mit meinem grauen Fell ein außergewöhnlicher Bär. Ich habe schon in vielen Zoos nach Brüdern von mir geschaut. Aber nicht einmal in der Wilhelma in Stuttgart habe ich einen gefunden. Dort haben sie Braunbären, Brillenbären und Eisbären.

 

Auch im Erlebnispark Tripsdrill habe ich Braunbären getroffen. Im Gegensatz zu mir stürzen sie sich gerne ins Wasser. Aber sie reisen ja auch nicht aufpassen, dass der Rucksack nicht nass wird.

 

 
Vor der Bärenapotheke in Ulm.
 

 
Bald mehr auf meinen Deutschland-Seiten über die Spatzen und das Schwabenland.
 

 
Die Ulmer Bären heißen Cheppo und Susi.
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