Paradiesisches Maupiti

Gipfelsturm mit "Prinz Albert" in der türkisen Lagune

Maupiti ist die kleinste und abgelegenste Insel der Gesellschaftsinseln - das sind jene Inseln Französisch-Polynesiens im Umfeld von Tahiti. Man kann sie per Boot (Maupiti Express) von Bora Bora aus erreichen oder mit dem Flugzeug via Raiatea.
 
Zusammen mit meiner Mama wohnte ich in einer Privatunterkunft bei Louis und Maud auf einem Motu, wo es eigentlich keine Touristenherbergen gibt. Das bekamen wir vermittelt, weil sonst alle Unterkünfte ausgebucht waren. Auf diese Weise lernten wir das wahre Leben auf Maupiti kennen - und mit wie wenig man glücklich und zufrieden sein kann, wenn man sich nach Ruhe und Abgeschiedenheit sehnt. Zähneputzen im Garten, kalt dusch kalt duschen im Garten, das Geschirr trocknen vor dem Fenster und solche Sachen.

Mit seinen zackigen Gipfeln, der knalltürkisfarbenen Lagune und den weißsandigen Motus - diesen auf dem Korallenriff abgelagerten kleinen Inseln - sieht Maupiti aus wie eine Miniaturausgabe von Bora Bora. Aber im Gegensatz zu Bora Bora gibt es hier keine Touristenströme, es ist paradiesisch, wenn man während der trockenen Jahreszeit kommt. 

Ansonsten kann es hier recht ungemütlich werden, vor allem während der Zyklon-Zeit. Aber es ist auch nicht lustig, wenn man im Regen mit dem Boot unterwegs ist, zum Beispiel auf dem Weg zum Flughafen, dessen Landebahn in der Lagune von Wasser umgeben ist. Der Wartesaal ist unter einem weit ausladenden Baum. Es gibt keine Banken auf Maupiti, keine Hotels und keine Restaurants. Man isst in seiner Pension.

Wir waren nicht zum Faulenzen da. Wir erklommen zusammen mit "Prinz Albert" den 380 Meter hohen Mt. Teirafaatiu im Zentrum der Insel, radelten rund um die Insel - das sind zehn Kilometer -, erkundeten die wichtigste religiöse Kultstätte, den Marae Vaiahu, und genossen das Strandleben am wunderschönen Tereira-Strand.



Ein Traum in Türkis

Anflug auf Maupiti. Der Flughafen liegt auf einem Motu, dem Motu Tuanai. Toller Blick auf die Insel, die Lagune und die auf dem Korallenriff liegenden Motus.

Leider war das Fenster an unserem Sitz total zerkratzt. Das Motu Pitihahei, auf dem wir wohnten, ist einer der kleinen Kleckse links von der Hauptinsel.

Motu-Transfers

Sobald man sein Gepäck hat, steigt man in eines dieser Boote, die einen zu den diversen Unterkünften bringen. Es gibt nur Pensionen, keine Hotels.

Wir fuhren mit Camille, der uns - nachdem er seine Gäste auf dem Flughafen-Motu Tuanai abgeliefert hatte - zum abgelegenen Motu Pitihahei brachte. Er war mit unseren Gastgebern Louis und Maud befreundet. 
Wenn die Boote am Flughafen ablegen, fahren sie wie auf einer Prozession durch die Lagune.

Gefährliche Passage

Das Motu Pitihahei liegt ganz im Süden des Atolls, gleich neben dem Motu Tiapaa. Zwischen diesen beiden Motus ist die Onoiau-Passage, durch die der "Maupiti Express" in die Lagune fährt. Das kann je nach Wetter extrem gefährlich sein, denn die Strömung ist sehr stark. Schwimmen sollte man in der Nähe dieser Passage auf gar keinen Fall, sondern einen  Sicherheitsabstand halten. Im Norden der Insel gibt es zwei nicht navigierbare "Passagen".

Die schmale Onaiau-Passage. Hier müssen die Boote durch. Je später der Tag, desto stürmischer die See, das war unsere Erfahrung. Während das Wasser in der Lagune morgens fast glatt war, waren wir nachmittags froh, wenn auf dem Motu zurück waren. 

Küchenfreuden

Das, was auf Englisch "Open Plan living heißt. Keine Wände zwischen Küche, Wohn- und Essbereich. Louis in Aktion.

Auch wenn der Herd nicht wirklich modern genannt werden kann und Töpfe und Pfannen altersschwach aussahen, so zauberte Louis darauf doch exzellente Gerichte. Der Mann kann einfach alles!

Abendstimmung

Sonnenuntergang vor Pitihahei.

So, wie man sich die Abendstimmung in der Südsee vorstellt. Allerdings ragen nicht nur Kokospalmen in den Himmel, sondern auch Pandanusbäume, Eisenholzbäume und Sträucher.

Überfahrt zur Hauptinsel

Am Morgen machte Louis das Boot klar und brachte uns zu der Hauptinsel, wo wir eine Bergtour mit einem Führer namens Albert gebucht hatten. 

Blick zurück auf unsere Anlegestelle. Hinter dem Gestrüpp und ein paar Schritte nach rechts steht "unser" Haus.


Tour auf den Mt. Teurafaatiu

Nördlich des Hauptortes Vaiea stellten wir unsere Räder ab. Los ging unsere Bergtour auf den 372 Meter hohen Mt. Teurafaatiu mit unserem Führer Albert.


An einigen Stellen ging's so steil bergauf, dass man sich an einem Seil hochziehen musste. Albert marschierte trotzdem in Flip-Flops den Berg hoch! Die Einheimischen sind hier einfach ein bisschen anders gestrickt...



Toller Blick auf die Onoiau-Passage und die Motus Tiapaa (links) und Pitihahei.

Der Marae Vaiahu

Dieser Felsblock markiert den Zugang zum Marae Vaiahu, dem größten und bedeutendsten Marae der Insel. Hier wurden neun Könige Polynesiens gekrönt. Maupiti liegt auch im Zentrum eines polynesischen Dreiecks, das aus der Osterinsel (Rapa Nui), Hawaii und Neuseeland gebildet wird. Maupiti ist mit 4,5 bis 3 Millionen Jahren die älteste der Gesellschaftsinseln. Tahiti ist nur 1,37 bis 800.000 Jahre alt.

Ich bewunderte die Fußspuren des Riesenkönigs. Aufgrund von Gräberfunden gehen Archäologen davon aus, dass Maupiti als eine der ersten der Gesellschaftsinseln zwischen 1250 und 900 v.Chr. besiedelt wurde.


Auch diese Fischkiste ist heilig. Die Köpfe des Echten Bonitos und des Thunfischs zeigen in Richtung Onoiau-Passage, damit Fische in die Lagune schwimmen und die Nahrung der Menschen sichern. Die Lagune mit ihren Korallengärten ist sehr fischreich. An vielen Stellen kann man durch die Lagune waten - aber Achtung von Mantarochen!

Weiter geht's mit dem Rad

Vom Marae Vaiahu im Süden Maupitis (hier der Blick zurück an die Ostküste) radelten wir im Uhrzeigersinn nach Westen. Das wichtigste Etappenziel war der Tereia-Strand.

Unterwegs sieht man - wie auch auf anderen Inseln im Südpazifik - an vielen Stellen Gräber, ob nun im Grünen oder in Gärten direkt am Haus. Diese persönlichen Grabstätten machen es unmöglich, solch ein Haus und Grundstück zu verkaufen.

Hier ging's ein bisschen bergauf - und schon waren wir an der Westküste. Bis zum weißsandigen Tereia-Strand war es nur noch ein kurzes Stück.

Der Abschied naht

Albert hatte mir zum Abschied seine Blumenkette (Hei) aus Tiare-Blüten geschenkt. Die trug ich den ganzen Abend.

Sonnenaufgang vor der Abreise. Louis brachte uns mit seinem kleinen Boot zu Camille, und der nahm uns in seinem größeren Boot - zusammen mit anderen Gästen - zum Flughafen mit.

Wortschatz

Albert hat mir noch einige Ausdrücke beigebracht: 
ia ora na, nana = hallo
parahi, nana = auf Wiedersehen
Haere maru, haere papu = 
    Geh langsam und sicher 
    (zum Abschied)
nehe nehe = sehr schön
miti = Lagune
vai = Wasser
ahu = heiß
moiri = Schwein
mauruuru roa = danke
e, 'oia = ja
aita = nein




Willkommen auf Maupiti!

Ankunft am Flughafen von Maupiti

War das ein schöner Tag! Das Wasser so türkis, wie bär es sich erträumt, die Vegetation sattgrün und tropische Kokospalmen, die sich im Wind wiegen.

Unterkunft auf Pitihahei

In diesem rundlichen Haus wohnten wir für einige Tage und Nächte. Es war ein eindrucksvolles Erlebnis. Wir bekamen Einblick in das Leben auf einem Motu.

Das Dach war mit schweren Seilen im Boden verankert, damit es bei einem Zyklon nicht davonfliegt. Der Zyklon 1997 hatte das Dach weggefegt. Louis sagte: "Das Haus muss nicht absolut dicht sein, es muss bloß einigermaßen gut vor den Elementen schützen." Bei sehr starkem Regen regnet es ins Haus.

Im rundlichen Haus

Im oberen Stockwerk läuft man auf rautengemusterten Holzböden. Das Holz wurde aus den USA und Kanada importiert, die Pfosten aus Südchile. Im Erdgeschoss, dem  Hauptwohnbereich, führt ein betoniertes ringförmiges Trottoir an den Außenwänden entlang, ansonsten besteht der Boden - wie im Freien - aus weißen Korallenscherben. Die Wände sind aus Bambus, die Trennwände aus geflochtenem Bambus. Die Wände im Obergeschoss sind teilweise mit Tapa-Stoffen tapeziert. 

Auch wenn unsere Gastgeber fern der Zivilisation lebten, so führten sie doch ein privilegiertes Leben. Sie hatten zwei Häuser in der Nähe von Papeete, die sie vermieteten, und Kapital aus dem Verkauf einer Boutique.

Keine echte Hilfe

Ich tat so, als würde ich in der Küche helfen, aber eigentlich habe ich mich nur mit Louis unterhalten.

Mal gab's Fisch, mal Würstchen. Mit Kokosmilch abgelöscht, fabelhaft! Obst und Gemüse ist Luxus, da fast alles importiert werden muss. Wenn Louis nach Vaiea schippert, kauft er frisches Brot. Dafür macht man am besten eine Vorbestellung.

Nachtruhe


Wenn nachts der Wind pfeift, schlagen die Blätter des Pandanusbaums gegen das Fenster. Das beste ist dann, wenn man das Fenster offen lässt, dann gibt's weniger Lärm...

Ruhiges Wasser am Morgen

Annäherung an Maupiti aus Richtung Süden. Wie zu sehen: Morgens ist das Wasser in der Lagune ziemlich flach...

Man legt in dem Ort Vaiea an, über dem der Felsriese Hotu Paraea thront. Er hat eine interessante mythologische Geschichte, wie Ihr ein bisschen weiter unten erfahren könnt.

Grandioser Ausblick

Schon aus relativ geringer Höhe hat man am Mt. Teurafaatiu einen grandiosen Ausblick auf Vaiea, die Lagune und die umliegenden Motus.

Dieses Ding aus Basalt heißt "penu" und ist das Emblem der Insel. Es stellt die drei Bergzacken Maupitis dar - und ist natürlich auch mit einer mythologischen Geschichte verbunden. Der 196 Meter hohe Fels im Süden, auf den ich hier blicke, heißt Hotu Paraoa (wobei Hotu eine Baumfrucht ist). In der Mitte ist der 372 Meter hohe Mt. Teurafaatiu, den ich gerade erklommen habe. Und im Norden ist der Hotu Ae (ae = unvollendet). 

Alle drei Berge haben Gesichtsprofile. In der Mitte ist die Mutter, die ihren Zwillingskindern sagte, sie sollten Zugänge zum Meer schaffen - das was die Hauptzufahrt im Süden werden sollte, die Onoiau-Passage, und die "Fausse passe" (= falsche Passage) im Norden. Im Süden arbeitete der Sohn, der zur Passage schaut, im Norden die Tochter, die die Mutter anschaut.

Beide arbeiteten wie besessen, aber die Tochter schaffte es nicht. Der Sohn hatte Hilfe. Ein Schwein (= moiri) grub am Fuß des Felsens den Durchgang, er schaufelte das Gestein weg. "onoia" heißt: gut gegraben. 

Der Vater der Kinder ist auf der heiligen Insel Raiatea, im Marae Taputapuatea.

Diese Basaltfiguren wurden früher in Massen produziert und als Stößel (Mörser zum Zerstampfen von Kernen etc., z.B. Pesto) auf anderen Inseln verkauft.

Wir wohnten auf dem Motu Pitihahei rechts von der Passage, ziemlich an der Außenseite. An der dunklen Wasserfärbung sieht man auch ganz gut, welchen Weg die Schiffe nehmen müssen.


Die neun Distrikte von Maupiti

Diese neun Felsplatten auf dem Marae stehen für die neun Distrikte von Maupiti. Für so eine kleine Insel mit nur 1.250 Einwohnern sind neun Distrikte ja eine ganze Menge.
Vaiahu heißt: heißes (ahu) Wasser (vai). Dieser Name kommt daher, dass sich bei der Krönung des Riesenkönigs Ninahere in der Legende das Wasser auf dem Kopf des Riesen erhitzte, weil er so mächtig war.

Albert sagt über sich selbst, dass er eine Plaudertasche ist und gerne singt. Und er ist populär auf Maupiti. Er hat uns viel über die Geschichte der Insel und auch einige Legenden erzählt.

Der König saß auf seinem Thron wie auf einem Pferd, wie Albert unten!


Am schönen Tereia-Strand

Am Tereia-Strand. Das ist der schönste Strand von Maupiti. Von hier aus kann man bei Ebbe durch die Lagune zum Motu Auira waten. Dann geht Menschen das Wasser bis zur Hüfte.

Ninahere und die Liebe

Auch über diesen Strand gibt es eine Legende: Eine unglückliche Göttin auf Raiatea (Paahone vahine) flüchtete nach Maupiti, weil sie es satt hatte, auf ihren in den Krieg gezogenen Verlobten zu warten. Sie ritt auf einem Hai über den Ozean. 

Auf Maupiti traf sie den Krieger Ninahere. Mit ihm verbrachte sie eine glückliche Zeit, aber als ihr Verlobter von der Affäre erfuhr, belegte er sie mit einem Fluch. Demnach hätte sie sich in einen Fisch verwandelt, sobald ein anderer Mann sie berührte. Aus diesem Grund verließ sie Ninahere und Maupiti.

Ninahere hatte keine Ahnung von alledem und war so unglücklich, dass ihn seine Geliebte verlassen hatte, dass er am Strand von Tereia, wo sie sich immer getroffen hatten, auf die Knie fiel und hemmungslos weinte. Dabei hinterließ er die Abdrücke seiner Knie und seines Penis im Sand. Der Name Ninahere bedeutet: ewige Liebe ("l'amour sans cesse").

Ein letzter Blick zurück

Bootsparkplatz am Flughafen.

Wer hat die Kokosnuss? Wer hat die Kokosnuss? Wer hat die Kokosnuss gekla-ha-haut?!

Mann oh Mann, wie schön doch Maupiti ist!

Ich würde gerne wiederkommen - aber, wie bei dieser Reise, nur bei schönem Wetter...
Wartesaal unterm Baum

Der Wartesaal am Flughafen mit Leuten, die auf unseren Flieger warteten, weil sie mit dem eine Weile später nach Raiatea und von dort nach Tahiti fliegen konnten.

Gepäckausgabe!

Das einfache Leben

Das Badezimmer ist eine Kaltwasser-Duschkabine im Freien. Man muss Wasser sparen, denn es gibt nur Regenwasser und - natürlich nur zum Trinken und Zähneputzen - Mineralwasser, das man für viel Geld kaufen muss. Wie überall ist ein Vorhang die Tür.

Meine morgendliche Katzenwäsche in der Küche. Zum Zähneputzen geht man ins Freie und spuckt den Schaum und das Spülwasser auf den von Korallenscherben bedeckten Boden oder ins Gebüsch.

Die Fenster bestehen aus gelblichen Kunststoffplatten mit Holzrahmen. Außer diesem Haupthaus hat Louis für Gäste zwei weitere Häuser gebaut, mit unglaublich phantasievollen Details. Was dieser Mann alles kann! Er ist ein Künstler, das sieht man überall. Das ganze Haus ist ein Kunstwerk. Aber Louis macht buchstäblich alles, auch Kochen, Putzen, Waschen. Er stammt aus Tahiti, während Maud eine gebürtige Pariserin war, die es 1963 zunächst nach Tahiti und von dort nach Maupiti verschlug, als es ihr in Tahiti zu viele Autos und zu viel Zivilisation gab. Damals gab es nur ein Auto auf Maupiti!

Runterspülen und Abspülen

Zwischendurch ein Schlückchen Bier aus Tahiti. Hinano gibt's überall.

Louis beim Abwasch. 

Das Geschirr trocknet im Freien vor dem Fenster.

Morgengrauen

Die Fensterkonstruktion (gerahmte Kunststoffplatten) habe ich ja schon erwähnt - aber nicht, wie die Fenster funktionieren. Wenn man das Fenster geöffnet lassen will, steckt man einen Nagel vor den Fensterflügel, damit er nicht zurückschlagen kann, und wenn man es schließen möchte, zieht man den Nagel heraus. Einfach!

Mit dem Rad rund um die Insel

Mit dem Fahrrad kommt man ganz leicht um Maupiti herum, denn die Insel hat nur einen Umfang von rund zehn Kilometern.

Die Mietfahrräder sind in einem Container untergebracht. Ich hatte natürlich die beste Aussicht. Mit dem Rad fuhren wir zum Ausgangspunkt unserer Wanderung und später rund um die Insel.

Albert weiß alles über Maupiti

Albert ist ein superfreundlicher Mensch und weiß so ziemlich alles über Maupiti, die Natur, die Geschichte und Legenden.

Blick auf den Hotu paraoa und die Onoiau-Passage.

Auf dem Weg zurück an die Küste kamen wir im ausgetrockneten Flussbett des Haranae-Tals an diesen Petroglyphen vorbei. Niemand weiß so recht, wann diese in Stein geschlagenen Felsbilder entstanden sind, aber besonders diese Schildkröte hier ist eindrucksvoll.

Wenn ich mich jetzt bloß an den Namen dieser Blume erinnern könnte... Ich hatte sie schon bei unserer Wanderung auf den Mt. Temehani auf Raiatea gesehen. Sie sieht aus wie Hibiscus, wächst auf Bäumen im Wald. Die Blüten öffnen sich am Nachmittag oder Abend und am nächsten Morgen fallen sie schon wieder ab. Irgendwo muss ich das notiert haben...


Die "Könige" von Maupiti

Albert fühlt sich ein bisschen wie der König von Maupiti und hat seinen eigenen Thron, auf dem er hier gerade sitzt. Es gibt aber auch echte Königsspuren.

Ein Mann namens Jo (siehe Fotos unten) ist jedoch nicht der König von Maupiti, sondern laut Albert ein Scharlatan. Wir sahen auf unserem Kreuzfahrtschiff Aranui einen Film über eine geheime Zeremonie im Marae Vaiahu, in der die angeblichen Könige Polynesiens zugegen sind. Wir wissen aber definitiv, dass der "König von Neuseeland" mit voller Gesichtstätowierung nicht der Maori-König war, und unsere offizielle Königin ist ja Queen Elisabeth II. 

Jo sagt in dem Film, Gott habe ihn ausgewählt, um Polynesien zu vereinigen und Maupiti aus dem Schatten zu führen.

Albert sagt, Jo und seine Kumpane hätten den heiligen Ort entweiht. Er ziehe von Insel zu Insel und kenne nicht einmal die Legenden, habe sich bei Albert danach erkundigt und hätte nicht einmal den Thron auf dem Marae gefunden. 

Der Filmemacher war ziemlich stolz auf seinen Zugang zu der Geheimzeremonie, ist aber mit Sicherheit tatsächlich nur auf einige Scharlatane hereingefallen.

Fische und Verliebte

Tereia bedeutet: Strand der vorbeischwimmenden Fische. Er wird aber auch - siehe die Geschichte über Ninahere - "Strand der Verliebten" genannt.  Es war einiges los an diesem Tag.
 
Am Ende der Sandbank kann man ins tiefere Wasser springen, so wie es die Schüler dieser Schulklasse aus Taravao in Tahiti taten. Sie hatten ein Ferienlager auf Maupiti. Ich würde so was natürlich nie tun, denn ich bin wasserscheu und möchte nicht absaufen. Letztlich darf man halt doch nicht vergessen, dass ich aus Plüsch bin...

Die Schüler aus Tahiti waren begeistert von mir!

Wartesaal und Feuerwehr

In der Abflug-Lounge.

Der Flieger naht, um auf der kurzen, schmalen Landebahn in der Lagune aufzusetzen.

Die Feuerwehr steht stets bereit, falls etwas schiefgeht...

... und die Besitzer der Pensionen warten mit Blumenketten auf die neuen Gäste.

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